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Kindle Fire im Sommer für Europa?

22. Juni 2012

Amazons erstes Tablet schreibt in seinem Segment, den 7-Zoll-Android-Geräten, eine Erfolgsgeschichte wie Apples iPad für den gesamten Tabletmarkt. Grund für den Erfolg ist der geringe Preis von knapp 200 Dollar. Dieser wird durch hohe Subventionen von Amazon erzielt, denn das Tablet wird ohne Gewinnmarge vertrieben. Hauptzweck des Gerätes ist die Einbindung von Amazons Prime-Zusatzdiensten und Amazons Angebot, durch die erst das große Geld verdient wird.

Besagte Prime-Dienste sind aber im Wesentlichen allein in den USA verfügbar, was das Kindle Fire in seinem derzeitigen Status für die sonstigen Amazon-Märkte tendenziell uninteressant erscheinen lässt. Zwar wird als Betriebssystem Android verwendet, allerdings in einer sehr stark modifizierten Form, weswegen es nicht möglich ist, Android Apps aus dem Google Play Store zu installieren, sondern muss über Amazons eigenen – zu diesem Zweck eingerichteten – App Store gehen.

Nun gibt Amazon allerdings Anlass zur Hoffnung für alle nicht-US-Amerikaner, denn ab sofort können Entwickler ihre Apps auch für die Länder Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien angepasst einreichen. Diesen Sommer noch soll der Vertrieb dieser Apps losgehen. Da in diesem Jahr, bisher ging man von Herbst aus, auch die nächste Generation des Kindle Fire erwartet wird, gemeinsam mit einer größeren, um die 10 Zoll großen Variante, gibt es auch Grund zur Annahme, dass Amazon den Kindle Fire 2 gleichzeitig in mehreren Ländern launched. Zwar lässt Amazons bisherige Veröffentlichungspolitik weniger Grund zu dieser Annahme, doch schließt das eine Weiterentwicklung seitens Amazon nicht aus. Jedenfalls macht es für Amazon keinen Sinn, fremdsprachige Apps anzubieten, wenn in den jeweiligen Ländern kein Peripheriegerät dafür angeboten wird.

Ein weiteres Argument für den gleichzeitigen Launch von Amazons App Store und der neuen Fire-Generation ist eine Anpassung des Betriebssystems. Das bedeutet, Amazon könnte neue Funktionen integrieren, die für europäische Kunden interessanter sind als die US-Prime-Angebote, um die Usability hierzulande zu erhöhen und weitere Kaufanreize zu schaffen. Allerdings, das sei erwähnt, anhand von Erfahrungen ein sehr später Launch des alten Kindle Fire wahrscheinlicher. Hoffen wir auf Amazons Lerneffekt.

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