Die Harr-Potter-Saga gehört zu den erfolgreichsten Büchern aller Zeiten. Lange Zeit mussten eReader-Besitzer darauf warten, bis mit dem Online-Portal Pottermore die Potter-eBooks erhältlich waren. Erst seit April 2012 verfügbar und von der Autorin selbst ins Leben gerufen, soll(te) der Vertrieb der eBooks ausschließlich über dieses Portal abgewickelt werden.
Dies besonders erregte dementsprechend das Missfallen der übrigen eBook-Händler, insbesondere von Amazon. Abgesehen von den Gewinnen, die dem Unternehmen dadurch entgehen, denn die Harry Potter-Printbücher gehören zu Amazons Topsellern, stellt es natürlich einen großen Knacks im Ego dar, als Marktführer derart wichtige und relevante Titel nicht führen zu können.
Umso überraschender ist die Ankündigung seitens Amazon, fortan alle sieben Bände über den Prime-eBook-Verleih, der Amazon’s Kindle Owner’s Lending Library, anzubieten. Besagter Dienst gestattet es (US-amerikanischen) Amazon Prime-Kunden, ohne zeitliche Beschränkung einen Titel aus 150.000 Titeln auszuwählen. Ist man fertig mit der Lektüre, gibt man das eBook zurück und kann sich das nächste aussuchen. Im Angebot stehen zudem weitere Sprachausgaben neben Englisch, darunter auch Deutsch.
Noch ist unklar, wie Amazon sich diese Rechte von Pottermore besorgt hat. Das Argument, einer der größten Harry Potter-Verkäufer weltweit zu sein, könnte dabei allerdings eine Rolle gespielt haben. Deutschland allerdings kommt nicht in den Genuss dieser Vorzüge, denn hierzulande beschränkt sich die Prime-Mitgliedschaft auf kostenlosen und schnelleren Versand (29€ vs. 70$ Jahresgebühr) und bietet nicht annähernd so viele Dienste wie in den USA.



