Kobo Touch
Kobo Inc. ist die größte Buchkette in Kanada, die zunehmend international tätig wird. So gibt es bereits einen deutschen eBookshop von Kobo und das eReader-Flaggschiff, der Kobo Touch, kann im stationären Einzelhandel (Media Markt/Saturn) erworben werden.
Datenblatt:
Preis: 129,- €
Display: 6 Zoll, e-Ink Touchscreen
Gewicht: 185g
Akkulaufzeit: Bis zu 1 Monat (WLAN ausgeschaltet)
Speicher: 2 GB integriert, auf bis zu 32 GB erweiterbar
Internet: Wi-Fi
Maße: 165 x 114 x 10 mm
Um es kurz zu machen: der Kobo Touch weiß zu überzeugen und zu begeistern. Die Haptik ist gut, obwohl er nur aus Plastik besteht, aber angesichts des geringen Gewichts mag man das schnell verzeihen. Zudem sieht er sehr elegant aus, was an den kompakten Außenmaßen und der minimalistischen Knöpfeverteilung liegt, die sogar ein iPhone unterbietet – allerdings ist das auch eine der kleinen Schwächen des Kanadiers, denn Blättertasten wären, trotz des hervorragenden Touchscreens, eine nette Sache gewesen, genauso wie Lautstärkeregler – die braucht der Touch allerdings nicht, weil er keinen Musikplayer besitzt – schade! Allgemein ist die Ausstattung des eReaders sehr spartanisch, dafür brilliert er in den wenigen Dingen, die er kann, umso mehr.
Denn wo die Hardware ausgezeichneter Standard ist, ist die Software umso besser. Der Touch bietet zahllose Einstellungsmöglichkeiten, um das Leseerlebnis seinen sehr persönlichen Vorlieben anzupassen. Auch der Seitenrefresh kann individualisiert werden, um dem Ghosting-Effekt so effizient wie möglich begegnen zu können – falls man das möchte.
Der Kobo-eBook-Shop ist sehr übersichtlich und optisch nett aufgemacht. Inzwischen bietet er auch Filtermöglichkeiten für die immerhin über 80.000 deutschen Titel, was das Einkaufen dort recht angenehm gestaltet. Allerdings ist man nicht auf den Kobo Store angewiesen und kann sich auch anderweitig bedienen. Nur was PDFs angeht, muss man Abstriche machen, denn der Kobo Touch unterstützt kein PDF-Reflow (warum auch immer), was die Benutzung selbiger recht umständlich gestaltet. Dafür kann man hier noch auf ein Softwareupdate hoffen.
Insgesamt gehört der Kobo Touch aktuell zu den besten Geräten seiner Klasse, was er sich allerdings auch etwas kosten lässt. Dafür kann man sicher sein, sein Geld längerfristig in ein hervorragendes Gerät investiert zu haben – sofern man auf Blättertasten, PDFs und integrierte Musik verzichten kann und will. Kann und will man, darf man ohne Bedenken zugreifen.



