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Apple unter Kartellverdacht

9. Dezember 2011

Schwere Vorwürfe

Die Europäische Kommission verdächtigt Apple, mit fünf Verlagen, Preisabsprachen für eBooks getroffen zu haben, und in Folge dessen ein kartellrechtliches Prüfverfahren eingeleitet. Die betroffenen Verlage sind der Franzose Hachette Livre, die Amerianer Harper Collins, sowie Simon & Schuster,  der Engländer Penguin sowie Georg von Holtzbrinck.
Inzwischen hat sich auch das US-Justizministerium in die Ermittlungen eingeschaltet, das anscheinend schon länger die gesamte US-amerikanische Verlagsindustrie unter Beobachtung hält.

Die konkreten Vorwürfe bestehen darin, wettbewerbsschädigende Maßnahmen ergriffen zu haben, die andere Mitbewerber benachteiligen würden. Erste Verdachtsmomente diesbezüglich bestehen seit März, als mehrere Unternehmen bereits durchsucht worden sind. Eine Frist, in der die laufenden Untersuchungen abgeschlossen werden müssen, gibt es nicht.

Ein Kartell ist im Wesentlichen ein Zusammenschluss von Unternehmen, um den gegenseitigen Wettbewerb untereinander zu minimieren und gemeinsam gegen gemeinsame Konkurrenten vorzugehen. Kartelle sind inzwischen nahezu weltweit verboten.

Wolken über Cupertino

Besonders für Apple scheint es gerade knüppeldick zu kommen. Nicht nur, dass der US-Konzern ins Fadenkreuz internationaler Ermittlungen gerät, auch scheint der Verkauf des Kassenschlagers iPad aufgrund von Markenrechten in China gefährdet. Auch im Patentkrieg bekommen zunehmend Apples Konkurrenten Recht zugesprochen, woraufhin nahezu überall die Verkaufsverbote aufgehoben werden, die Apple bislang auf Grundlage einstweiliger Verfügungen erwirken konnte – insbesondere natürlich der direkte Gegner Galaxy Tab 10.1.

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