Anscheinend plant Apple ende Januar eine Pressekonferenz, auf der wichtige Neuerungen der eBook- und Zeitschriftenplattform iBooks vergestellt werden sollen. Angeblich soll daran keine Produktankündigung geknüpft werden, also auf ein iPad 3 sollte man an diesem Termin nicht hoffen.
Genaueres ist derzeit noch nicht bekannt, allerdings geht das Gerücht um (natürlich aus gut informierten Insiderquellen, wie könnte es auch anders sein?), Apple wolle iBooks um eine self-publishing-Funktion erweitern, um mit Amazon gleich zu ziehen.
Grundsätzlich erscheint das nicht unmöglich, allerdings ist einer von Apples selbst bestimmten Grundsätzen Qualität (ob das regelmäßig von Apple erreicht wird, mag jeder für sich entscheiden), und da könnte eine große Veröffentlichungswelle von self-published eBooks einen Knacks verursachen – es sei denn: Apple könnte sich eines Amazon überlegenen Prüfungsverfahrens rühmen, um eine gewisse Qualität zu gewährleisten. Generell müsste Apple sich attraktiv im Vergleich zu Amazon als Plattform etablieren, um Autoren anlocken zu können. Apple „rühmt“ sich stets strenger Auflagen für die Bereitstellung seiner Handelsinfrastruktur iTunes. Beispielsweise wäre es sehr gut denkbar, den Autoren als Bedingung aufzuzwingen, ihre Werke nirgends günstiger anbieten zu dürfen als in iTunes – das wäre natürlich nicht gerade benutzerfreundlich oder sonderlich attraktiv.
Eine andere Möglichkeit wäre, dass Apple sich selbst als Verlag etabliert, also eine eigene Marke hinter iBooks etabliert – genauso, wie es Amazon mit Kindle getan hat. Ob dann auch gedruckte Bücher folgen würden oder Apple sich um berühmte Autoren bemüht, deren Werke dann exklusiv auf iTunes vertrieben werden sollen, bliebe abzuwarten. Ganz ausgeschlossen erscheint diese Möglichkeit allerdings nicht.



