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Amazons neuer Bestseller: Kindle Fire

16. Dezember 2011

Die Beschwerden über den Kindle Fire häufen sich – analog zu den Bestellungen. Bislang konnte Amazon wöchentlich eine Million Kindle Fires verkaufen, laut eigenen Angaben. Rechnet man den Monat mit ein, in dem der Fire noch vorbestellbar war, kommt man sicherlich auf gut über 6 Millionen Exemplare insgesamt. Aber trotz aller Rekordmeldungen, die über den Fire laut werden, kommen auch nach und nach die Schattenseiten auf.

Über die mangelhafte Nutzererfahrung des Kindle Fire, die ihm ein us-amerikanischer Entertainment-Experte bescheinigte, berichteten wir bereits, und auch die New York Times widmete den Schwächen des Fire einen langen Artikel. Zum Beispiel missfällt vielen Käufern, keine externe Lautstärkeregler an dem Gerät vorzufinden, leicht zu beschädigende Außenkomponenten, sehr schlechte Ladezeiten von Webinhalten durch den Silk-Browser und keine Privatsphäreeinstellungen in der Software. Da das Gerät natürlich in erster Linie dem Shopping bei Amazon dient, ist es gerade in der Vorweihnachtszeit ärgerlich, wenn die lieben kleinen in einem unbeobachteten Moment die Einkaufsliste von Papa durchstöbern können.

Der wichtigste Teil an dem Gerät, der Touchscreen, sei manchmal recht hakelig zu bedienen und stockend. Auf der .com-Seite von Amazon sind die Rezensionen dennoch überwiegend positiv. Volle vier Sterne sind durchaus okay. Dennoch hat der Fire Schwächen und Patzer, die einfach nicht sein müssen. Innerhalb der nächsten drei Wochen soll ein Software-Update dann zumindest den Patzern im Betriebssystem den Garaus machen. Die Hardwarebeschwerden nimmt sich Amazon dann hoffentlich vor, wenn es an die Überarbeitungen der nächsten Generation geht.

Man darf aber auch nicht vergessen: Amazon dringt in ein für das Unternehmen neues und unerschlossenes Marktsegment vor, in dem Apples iPad ganz klar das Maß der Dinge ist. Auch iOS war am Anfang nicht perfekt und wurde erst durch Updates zu dem, was es heute ist, allerdings gehörte Apple auch zu den allerersten und konnte nicht auf die Erfahrungen anderer zurückgreifen – Amazon hätte gekonnt. Dennoch, trotz eines nicht ganz so überschwänglichen Praxisbildes, wie es die erste Euphorie vermuten ließ, kann sich Amazon eines bemerkenswerten Erfolges rühmen. Jetzt gilt es, das erfolgreiche Produkt zu verbessern und weiter zu entwickeln.

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