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Amazon: bis zu sechs neue Kindle Fire

24. Juli 2012

Offenbar plant Amazon, in diesem Jahr den Kindle Fire nicht nur in einer überarbeiteten Version anzubieten, sondern in gleich sechs verschiedenen, wie Staples-Boss Demos Parneros bestätigt hat. Eine Quelle von diesem Umfang hat schon mehr Gewicht als die üblichen „internen Quellen, die nicht genannt werden wollen“ – und meistens erfunden sind. Dementsprechend viel Wert sollte man dieser Aussage zur Abwechslung zugestehen.

Diese Versionen dürften allerdings nicht sechs verschiedene Größen, sondern vor allem Austattungsvarianten und Speicherkapazitäten umfassen – ähnlich wie bei Apples iPad. Als sicher kann allerdings ein Gerät mit einem etwa zehn Zoll großen Display gelten, das bereits mit dem Launch des aktuellen Fire versprochen und bislang noch nicht präsentiert worden ist. Damit wären theoretisch drei verschiedene Speichergrößen für beide Displaydiagonalen denkbar, oder zwei und eine 3G-Version. Vielleicht entpuppt sich eine Größe auch als das in den letzten Wochen erstmals genannte Kindle-Smartphone.

Den Kindle Fire von Amazon kann man als ein Pilotprojekt, oder vielleicht eher noch als ein Feldexperiment betrachten – und zwar ein sehr erfolgreiches. Obwohl die Hardware bereits bei Erscheinen eher im unteren Durchschnitt lag und das Android-OS sehr stark verändert und eingeschränkt wurde, verkauft sich das Tablet bis heute wie geschnitten Brot. Dafür sind vor allem zwei Gründe auszumachen: der – bis dato – unsagbar günstige Preis von 200 Dollar und der sehr prominente Vertriebskanal – amazon.com – mit einer sehr aggressiven Werbung gleich auf der Startseite.

Dementsprechend und ausgehend der rasant fortschreitenden Entwicklung ist es logisch, dass Amazon in Kürze das – inzwischen schon firmenübergreifend obligatorische – jährliche Hardwareupdate präsentieren muss, um konkurrenzfähig zu bleiben. Und die gibt es inzwischen. Gerade durch Google, die kürzlich das ebenfalls sieben Zoll große und 200 Dollar günstige Tablet Nexus 7 präsentiert haben, das inzwischen ausgeliefert wird – und dem Kindle Fire in jeder Hinsicht  überlegen ist, da es wirklich hervorragende Hardware und ein offenes und aktuelles Betriebssystem bietet (Android 4.1). Da muss Amazon schon etwas bieten können mit seiner nachfolgenden Generation, denn wahrscheinlich lässt Google auch bald ein „Nexus 10“ folgen.

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